Ökumenischer Pilgerweg

Der Ökumenische Pilgerweg orientiert sich am historischen Verlauf der Via Regia und führt dabei durch eine abwechslungsreiche und interessante Landschaft Mitteldeutschlands. Er knüpft dabei an die Geschichte der Pilger vergangener Jahrhunderte an. Eine gelbe Muschel auf blauem Grund dient als Markierung des 450 Kilometer langen Weges von Görlitz bis Vacha. Im Leipziger Neuseenland verläuft die Route auf über 20 km durch Leipzig, durch den nördlichen Auwald in Schkeuditz bis Kleinliebenau.

Länge:circa 450 km insgesamt, davon über 20 km im Leipziger Neuseenland
Leipziger Neuseenland

Routenführung

Geht man den Ökumenischen Pilgerweg aus östlicher Richtung, führt er von Machern über Cunnersdorf und Panitzsch hinein nach Leipzig. Der Weg führt hier vorwiegend durch kleine Ortschaften, Wiesen und Wälder. Nun führt der Weg quer durch Leipzig, über die Luppe hinweg und mehr oder weniger nah am westlichen Ufer der Luppe entlang fast bis nach Kleinliebenau.

empfohlene Start- und Zielpunkte

Start: Innenstadt Leipzig

Ziel: Kleinliebenau

Sehenswertes entlang der Route

Leipziger Neuseenland
Die Apelsteine wurden vom Leipziger Bürger und Schriftsteller Theodor Apel zum Gedenken an die Völkerschlacht bei Leipzig an wichtigen Orten der Kämpfe errichtet. Die ursprünglich rechteckigen Säulen bestanden aus Sandstein, welcher wenig widerstandsfähig ist. Daher begann man bereits im 19. Jahrhundert die Steine durch Kopien aus härterem Material (und teilweise sogar mehrfach) zu ersetzen. Dabei wich man von der ursprünglichen Form und Größe ab und stellte die Steine teilweise abweichend vom Originalplatz auf. Auch schlichen sich beim Kopieren einige Textfehler ein.
Leipziger Neuseenland
Die Nikolaikirche ist eine der ältesten Kirchen der Stadt Leipzig und seit ihrem Bestehen eng mit der Stadtgeschichte und den Bürgern verbunden. So war sie zentraler Ausgangspunkt für die friedliche Revolution in der DDR im Herbst 1989. Erbaut ab 1165 im romanischen Stil, erfolgten später Erweiterungen und der vollständige Umbau zur spätgotischen Hallenkirche. Später wurde, im Zuge der Aufklärung und Revolutionsarchitektur, der Innenraum umgestaltet. Am 7. April 1724 wurde hier die Johannespassion von Johann Sebastian Bach uraufgeführt.
Leipziger Neuseenland
Die Schlosskirche Lützschena, einst Gottesdienstraum und Begräbnisstätte der Gutsbesitzerfamilie, wurde noch vor 1500 erbaut. Erhalten geblieben ist ein Holzkruzifix aus dem Jahr 1450. Heute ist nur noch der Chor im Originalzustand zu sehen, der Rest der Kirche wurde mehrfach verändert. Dadurch sind heute Elemente aus romanischer, romantischer und neugotischer Bauweise in der Schlosskirche miteinander vereint. 1965 und 1997 wurde die Kirche nochmals saniert, jedoch unter Erhaltung historischer Details.

Unterkünfte

  • Hotel Magnet
  • City Partner Suite Hotel

Entlang des Weges haben sich außerdem zahlreiche Menschen bereit erklärt, Pilger für eine Nacht aufzunehmen. Die Adressen dieser Herbergen sind dem Pilgerführer zu entnehmen.

Literaturtipps

Leipziger Neuseenland
Karten, in denen der Ökumenische Pilgerweg im Leipziger Neuseenland verzeichnet ist, finden Sie hier ...
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... und hier in unserem Shop.